Fachlich eingeordnet von Mario Lachmann
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Frequenztechnik, Messtechnik & technische Systementwicklung bei reviQuant
Umweltstrahlung und elektromagnetische Frequenzen – was natürliche Felder mit Regulation zu tun haben
Unsere Umwelt ist von elektromagnetischen Feldern geprägt – natürlichen
wie technischen. Besonders interessant sind zeitlich veränderliche
niederfrequente Signale, Sferics und die Schumann-Resonanzen. Studien
zeigen, dass solche schwachen Umweltsignale mit messbaren Veränderungen
von EEG- und HRV-Parametern verbunden sein können.
Das reviQuant ASUR 2 erzeugt definierte, zeitlich strukturierte
elektromagnetische Signale und überträgt sie über eine bifilare
Präzisionsspule als räumliches Magnetfeld.
Elektromagnetische Umweltfrequenzen sind zeitlich veränderliche elektrische
und magnetische Felder, die natürlichen oder technischen Ursprungs sein können.
Zu den natürlichen Phänomenen gehören unter anderem Sferics aus Blitzentladungen
und die Schumann-Resonanzen im Resonanzraum zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre.
Für die physiologische Forschung ist interessant, ob und unter welchen Bedingungen
solche schwachen Signale mit messbaren Veränderungen neuronaler oder autonomer
Regulationsparameter verbunden sein können.
Elektromagnetische Aktivität ist Teil unserer natürlichen Umwelt
Die Erde ist kein elektromagnetisch ruhiger Raum. Blitzentladungen,
atmosphärische Prozesse, solare Aktivität und das geomagnetische Umfeld
erzeugen fortlaufend zeitlich veränderliche elektromagnetische Signale.
Ein Teil dieser natürlichen Aktivität liegt im niederfrequenten Bereich.
Sferics
Sehr kurze elektromagnetische Impulse atmosphärischen Ursprungs,
die insbesondere durch Blitzentladungen entstehen.
Schumann-Resonanzen
Resonanzmoden des Erde-Ionosphäre-Systems mit einer Grundmode
von ungefähr 7,8 Hz und weiteren Moden um etwa 14, 20 und 26 Hz.
Geomagnetische Aktivität
Veränderungen des Erdmagnetfeldes stehen unter anderem mit
solarer Aktivität und geophysikalischen Prozessen in Zusammenhang.
Warum Frequenzbereiche im EEG interessant sind
Das EEG misst sehr kleine elektrische Potentialunterschiede an der
Kopfoberfläche. Sie entstehen vor allem durch die koordinierte Aktivität
größerer Gruppen kortikaler Nervenzellen.
In der Forschung wird das EEG häufig mathematisch in Frequenzbereiche
zerlegt. Alpha-Aktivität liegt typischerweise ungefähr zwischen 8 und
13 Hz, Beta-Aktivität grob zwischen 13 und 30 Hz.
Wichtig: Ein EEG zeigt keine Gedanken und keine
einzelnen Nervenzellen. Es beschreibt die zeitliche Organisation
größerer neuronaler Netzwerke.
Kontrollierte Studien mit technisch reproduzierten natürlichen Signalen
Die Forschungsgruppe um Anne Schienle, Rudolf Stark und Dieter Vaitl
untersuchte zwischen 1996 und 2001 in mehreren kontrollierten Experimenten,
ob technisch reproduzierte natürliche Sferics mit Veränderungen der
menschlichen Gehirnaktivität verbunden sein können.
1996 · 52 Personen
Nach zehnminütiger Exposition wurde gegenüber der Kontrollbedingung
eine signifikante Abnahme der Alpha-Power beschrieben, besonders
parietal und okzipital. Gleichzeitig bestanden deutliche individuelle Unterschiede.
1997 · 40 Personen
Bei einer 10-kHz-Sferics-Exposition wurden Zunahmen der Alpha- und
Beta-Power berichtet. Die Veränderungen waren teilweise noch nach
Ende der Exposition nachweisbar.
1999 · wetterfühlige Personen
Bei selbst als wetterfühlig bezeichneten Teilnehmerinnen wurden
Veränderungen der Alpha- und Beta-Power beobachtet, ohne dass die
Exposition Kopfschmerzen auslöste.
2001 · 80 Personen
Die größte Studie der Reihe beschrieb Unterschiede im Verlauf von
Alpha- und Beta-Power zwischen Sferics- und Kontrollgruppe, obwohl
die Teilnehmerinnen die Exposition nicht zuverlässig bewusst wahrnahmen.
Spannender Punkt: In mehreren Versuchen waren objektiv
messbare EEG-Veränderungen möglich, obwohl die Exposition subjektiv
nicht zuverlässig erkannt wurde.
Resonanzmoden zwischen Erde und Ionosphäre
Blitzentladungen regen den elektromagnetischen Resonanzraum zwischen
Erdoberfläche und Ionosphäre an. Dabei entstehen Resonanzmoden mit
einer Grundmode von ungefähr 7,8 Hz sowie weiteren Moden im Bereich
um etwa 14, 20 und 26 Hz.
Interessant ist die teilweise Überlappung dieser Frequenzbereiche mit
Frequenzgebieten, die auch im menschlichen EEG vorkommen. Genau deshalb
wurden Schumann-Aktivität und EEG in mehreren Untersuchungen zeitgleich gemessen.
Einordnung: Eine Frequenzüberlappung allein beweist
keine biologische Kopplung. Relevant sind deshalb Messstudien, die
zeitliche Zusammenhänge oder Reaktionen tatsächlich untersuchen.
Beobachtete zeitliche Zusammenhänge
Pobachenko et al. 2006
EEG-Parameter und Schumann-Resonanz wurden synchron im Bereich
von 6–16 Hz untersucht. Die Autoren berichteten statistisch
signifikante Kreuzkorrelationen. Es handelte sich um eine
Monitoringstudie, nicht um eine kontrollierte Exposition.
Saroka et al. 2016
In 238 QEEG-Messungen von 184 Personen wurden bei einem Teil der
Untersuchungen Frequenzkomponenten in Bereichen der ersten drei
Schumann-Moden beschrieben. Auch hier handelte es sich primär
um korrelative Beobachtungen.
Zusammenhänge zwischen Umweltaktivität und autonomer Regulation
Neben EEG-Untersuchungen wurden auch Zusammenhänge zwischen
geophysikalischen Parametern und Herzratenvariabilität untersucht.
Studien aus den Jahren 2017 und 2018 verglichen längerfristig HRV-Daten
mit Veränderungen des geomagnetischen Umfelds und der Schumann-Resonanz.
Dabei wurden statistische Zusammenhänge zwischen autonomen Parametern
und mehreren Umweltvariablen beschrieben. In der Langzeitstudie war eine
höhere Schumann-Resonanzleistung unter anderem mit höherer HRV beziehungsweise
stärker ausgeprägten parasympathischen Parametern assoziiert.
Wichtig: Solche Studien zeigen Korrelationen zwischen
physiologischen und geophysikalischen Zeitreihen. Sie beweisen nicht,
dass eine einzelne Umweltfrequenz allein die beobachteten HRV-Veränderungen verursacht.
Schumann-bezogene Stimulation und Schlaf
In einer randomisierten, doppelblinden Studie aus dem Jahr 2022 wurden
40 Personen mit chronischer Insomnie vier Wochen lang entweder mit einem
aktiven Frequenzgerät oder einem äußerlich identischen Placebogerät untersucht.
Neben Fragebögen wurde der Schlaf objektiv mittels Polysomnographie erfasst.
In der aktiven Gruppe wurden unter anderem eine verkürzte objektive
Einschlaflatenz und eine längere Gesamtschlafzeit beschrieben. Gleichzeitig
traten auch in der Placebogruppe Verbesserungen einzelner subjektiver Parameter auf.
Einordnung: Diese Studie ist interessant, belegt aber
nicht die Wirkung des reviQuant ASUR 2. Sie untersucht ein anderes Gerät
und eine spezifische klinische Fragestellung.
Vom digitalen Signal zum räumlichen Magnetfeld
Das reviQuant ASUR 2 ist als Signalverarbeitungs- und Befeldungssystem
aufgebaut. Das Basisgerät bildet die zentrale Schnittstelle zwischen
einer definierten Signalquelle und der elektromagnetischen Raumbefeldungseinheit.
1. Signalquelle
Verwendet werden können integrierte Betriebsprogramme oder externe,
individuell zusammengestellte Frequenzspektren.
2. Basisgerät
Im ASUR 2 erfolgt die Signalverarbeitung einschließlich
Digital-Analog-Wandlung und regelbarer Ausgangsstufe.
3. Raumbefelder
Eine bifilare Präzisionsspule wandelt den zeitlich veränderlichen
elektrischen Strom in ein entsprechend zeitlich strukturiertes Magnetfeld um.
Die Spule als elektromagnetischer Wandler
Der eigentliche elektromagnetische Wandler des Systems ist eine
doppelseitige, durchkontaktierte Bifilar-Flachspule aus Kupfer.
Die Leiterstrukturen auf Vorder- und Rückseite liegen geometrisch
weitgehend deckungsgleich übereinander, der Wicklungssinn ist jedoch gegenläufig.
Wird die Spule von einem zeitlich veränderlichen Strom durchflossen,
entsteht ein ebenfalls zeitlich veränderliches Magnetfeld. Die zeitliche
Struktur dieses Feldes wird wesentlich durch das zugeführte Signal bestimmt.
Entscheidend ist das Zusammenspiel: Leiterführung,
Windungszahl, Leiterabstand, Kopplung, Induktivität, Kapazität,
ohmscher Widerstand und Verschaltung bestimmen gemeinsam die
elektrische und magnetische Charakteristik der Spule.
ASUR 2 ist nicht auf eine einzelne Frequenz beschränkt
Das System kann unterschiedliche zeitliche Signalformen über dieselbe
Ausgangskette an die Spule übertragen. Im Material werden unter anderem
Schumann-bezogene Betriebsarten sowie die Möglichkeit externer
Signalquellen beschrieben.
Stochastisch
Eine Betriebsart arbeitet mit einer zeitlich schwankenden
Schumann-bezogenen Signalstruktur.
Definiert
Eine weitere Betriebsart verwendet eine feste definierte Frequenz.
Extern
Über den multifunktionalen USB-C-Eingang können externe,
kompatible Signalquellen und Frequenzdatenbanken eingebunden werden.
Definierte Signale statt pauschaler Frequenzversprechen
Für das ASUR-2-Konzept ist entscheidend, dass nicht nur die reine
Frequenz betrachtet wird. Auch Signalform, Feldstärke, zeitliche Struktur,
Expositionsdauer, Abstand und individuelle Sensitivität können eine Rolle spielen.
Deshalb ist die Intensität des vom ASUR 2 erzeugten Feldes regelbar.
Das System ist als technisches Werkzeug ausgelegt, um definierte
Frequenzsignale reproduzierbar in eine räumliche elektromagnetische
Feldstruktur umzusetzen.
Fragen zu Umweltfrequenzen und ASUR 2
Was sind Sferics?
Sferics sind sehr kurze elektromagnetische Impulse atmosphärischen Ursprungs,
die insbesondere durch Blitzentladungen entstehen.
Was ist die Schumann-Resonanz?
Schumann-Resonanzen sind elektromagnetische Resonanzmoden im Hohlraum
zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre. Die Grundmode liegt ungefähr
bei 7,8 Hz, weitere Moden liegen unter anderem um 14, 20 und 26 Hz.
Gibt es Studien zu elektromagnetischen Umweltfrequenzen und EEG?
Ja. Mehrere kontrollierte Sferics-Studien beschrieben Veränderungen
der EEG-Spektralleistung, insbesondere im Alpha- und Beta-Bereich.
Andere Arbeiten untersuchten zeitliche Zusammenhänge zwischen
Schumann-Resonanz und EEG.
Gibt es Zusammenhänge mit HRV?
Beobachtungsstudien berichteten statistische Zusammenhänge zwischen
HRV-Parametern und verschiedenen geophysikalischen Variablen einschließlich
Schumann-Resonanzleistung. Diese Ergebnisse zeigen Korrelationen,
aber keinen einfachen kausalen Nachweis.
Wie erzeugt ASUR 2 ein elektromagnetisches Feld?
Das Basisgerät erzeugt beziehungsweise verarbeitet definierte zeitliche
Signale. Diese steuern den Strom durch eine bifilare Präzisionsspule,
die das elektrische Signal in ein räumliches zeitlich veränderliches
Magnetfeld umsetzt.
Ist ASUR 2 auf die Schumann-Resonanz beschränkt?
Nein. Das System kann unterschiedliche zeitliche Signalformen verarbeiten.
Neben integrierten Betriebsprogrammen können kompatible externe Signalquellen
eingebunden werden.
Beweisen die Studien eine medizinische Wirkung von ASUR 2?
Nein. Die zitierten Studien untersuchen natürliche oder technisch reproduzierte
elektromagnetische Signale und verschiedene physiologische Parameter.
Sie belegen nicht automatisch eine medizinische Wirkung des ASUR 2.
Die Forschung dient als wissenschaftlicher Hintergrund für die Frage,
ob schwache zeitlich strukturierte elektromagnetische Signale grundsätzlich
mit messbaren physiologischen Veränderungen verbunden sein können.
Ausgewählte Fachliteratur zu Umweltfrequenzen, EEG und HRV
- Schienle A, Stark R, Kulzer R, Klöpper R, Vaitl D. Atmospheric electromagnetism: Individual differences in brain electrical response to simulated sferics. International Journal of Psychophysiology 21, 177–188 (1996). DOI 10.1016/0167-8760(95)00052-6.
- Schienle A, Stark R, Walter B, Vaitl D, Kulzer R. International Journal of Neuroscience 90, 21–36 (1997). DOI 10.3109/00207459709000623.
- Schienle A, Stark R, Vaitl D. International Journal of Neuroscience 97, 211–224 (1999). DOI 10.3109/00207459909000661.
- Schienle A, Stark R, Vaitl D. International Journal of Neuroscience 107, 87–102 (2001). DOI 10.3109/00207450109149759.
- Pobachenko SV et al. Biophysics 51, 480–483 (2006). DOI 10.1134/S0006350906030225.
- Saroka KS, Vares DE, Persinger MA. PLOS ONE 11:e0146595 (2016). DOI 10.1371/journal.pone.0146595.
- McCraty R et al. (2017). Synchronization of Human Autonomic Nervous System Rhythms with Geomagnetic Activity in Human Subjects. International Journal of Environmental Research and Public Health 14(7), 770. DOI 10.3390/ijerph14070770.
- Alabdulgader A et al. (2018). Long-Term Study of Heart Rate Variability Responses to Changes in the Solar and Geomagnetic Environment. Scientific Reports 8, 2663. DOI 10.1038/s41598-018-20932-x.
- Huang Y-S et al. (2022). The Subjective and Objective Improvement of Non-Invasive Treatment of Schumann Resonance in Insomnia—A Randomized and Double-Blinded Study. Nature and Science of Sleep 14, 1113–1124. DOI 10.2147/NSS.S346941.
dass schwache zeitlich strukturierte elektromagnetische Signale unter
bestimmten experimentellen oder beobachteten Bedingungen mit messbaren
Veränderungen physiologischer Parameter verbunden sein können. Daraus
folgt kein allgemeiner Wirksamkeitsnachweis für einzelne Frequenzen oder
für das reviQuant ASUR 2. Der Artikel dient der technischen und
wissenschaftlichen Einordnung des Systemkonzepts.
AUTOR & FACHLICHE EINORDNUNG
Mario Lachmann
Mario Lachmann beschäftigt sich bei reviQuant mit Messtechnik,
Signalverarbeitung, Herzratenvariabilität und der technischen
Einordnung physikalischer und physiologischer Zusammenhänge.
Die Inhalte dieser Wissensseite basieren auf dem technischen und
wissenschaftlichen Hintergrundmaterial des reviQuant ASUR 2 und
ordnen die dort beschriebenen Studien, Signalformen und
Systemkomponenten verständlich ein.
Thematische Schwerpunkte:
Umweltfrequenzen · Sferics · Schumann-Resonanz · EEG · HRV · Frequenztechnik · ASUR 2